Unsere Natur ist einzigartig und sensibel, dennoch behandeln wir sie immer öfter, als wäre sie beliebig belastbar. Die Ursache liegt auf der Hand. Der Mensch hat sich von der Natur immer mehr entfremdet. Sie ist oft ein bloßes Mittel zum Zweck geworden, ein Reservoir für die vielfältigen und unterschiedlichsten Freizeitbedürfnisse. Aus diesem Reservoir bedienen wir uns ohne Rücksicht auf dessen Regenerationsfähigkeit.


Dieser Weg mag eine Zeitlang gangbar sein, über kurz oder lang führt er jedoch in eine Sackgasse. Wenn wir aber wollen, daß auch unsere Enkel noch intakte Wiesen, Wälder, Flüsse und Seen mit einer reichhaltigen Tierwelt erleben können, dann müssen wir unser Verhalten ändern. Nicht mehr der kurzfristige, ökonomische und persönliche Vorteil, sondern die durch Forstwirtschaft und Jagd geprägten Begriffe wie
Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit müssen unseren Umgang mit der Natur kennzeichnen. Der Begriff der Nachhaltigkeit ist einer der wichtigsten Grundsätze in dem Grundsatzpapier von der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro (Agenda 21). Eine nachhaltige Entwicklung ist dort definiert als


"Eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Nachhaltigkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen."


Die Forderung, diese Entwicklung dauerhaft zu gestalten, gilt für alle Länder und Menschen. Für uns Jäger war und ist die "Nachhaltigkeit" schon immer bestimmendes Element unseres Handelns. Um auch der nichtjagenden Bevölkerung das "Prinzip der Verantwortung", welches das Verhältnis des Jägers zu den Tieren und Pflanzen charakterisiert, darzustellen und zu vermitteln, wurde vom Deutschen Jagdschutz-Verband e.V. im Jahr 1991 die Aktion "Lernort Natur" ins Leben gerufen und in Nordrhein-Westfalen besonders engagiert umgesetzt.


Der Förderkreis wurde durch Verfügung des Finanzamtes Steinfurt als "besonders förderungswürdig" anerkannt und dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken.

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